„Barrierefreies Bauen im ORF REPORT am 31.3.2014“

Ich habe bewusst  extra ein paar Tage gewartet um meine Emotionen nach dem Fernsehbeitrag runterfahren zu können:
Der Beitrag „Barrierefreies bauen im ORF REPORTT am 31.3.2014“ Wurde unter anderem in meiner barrierefreiem Muster-Wohnung für Rollstuhlfahrer gedreht! Mir zur Seite saß Karin Holzmann, die Obfrau von SLI-OÖ! Hintergrund der Reportage war dass der OÖ Wohnbaulandesrat, Hr. Manfred Haimbuchner meint dass der Hausverstand verlangt, dass Menschen mit Behinderung im Erdgeschoß leben sollen! Nur gibt es mehr als genug Neubau-Wohnungs-Projekt wo trotzdem auch in´s Erdgeschoß ein, zwei Stufen zu überwinden sind! Wie komme ich mit dem Rollstuhl in mein Kellerabteil und in die Tiefgarage; wenn die Lifte so Preistreiber sind? Landeshauptmann-Stellvertreter Hr. Franz Hiesl meint sogar im Bereich Barrierefreiheit „Dinge“ in Frage gestellt werden MÜSSEN! Der Obmann des Österr. Verband gemeinnütziger Bauträger beziffert die Mehrkosten bei Einhaltung aller barrierefreien Bauvorschriften mit 1-2% Mehrkosten!!!!
Diese 2% sollen verantwortlich sein, dass kostengünstiger Wohnbau so teuer ist !? Wenn man vorausschauend; also generationsübergreifend baut kommt das meiner Meinung nach nicht teurer! Auch Senioren benötigen ab einem gewissen Alter und Einschränkungsgrad barrierefrei Wohnungen. Dieser Personengruppe wird in der Reportage gerade einmal ein Nebensatz gewidmet! Dass Familien mit Kinderwagen in den meisten Wohnungen nicht einmal ihre Kinderwagen in die Wohnung mitnehmen können und sie – die Feuerpolizeilichen Bestimmungen verletzend – die Kinderwagen auf den Fluren stehen lassen müssen; auch kein Thema! Barrierefrei Wohnen ist also ein Thema von jungen Leuten, über Menschen mit Behinderung bis zu den Senioren!
Es ist Augenwischerei und eine Milchmädchenrechnung diese Bereiche nicht als Gesamtkonstrukt zu sehen, sondern aufzusplitten um Kostenfaktoren besser politisieren zu können! Ca 42  % der Bevölkerung temporär Körper behindert...;  egal ob adipös, Lungenkrank, eingeschränkt durch Alters-Gebrechlichkeiten und auch ein paar Menschen mit Behinderung! Es wird nie überlegt, dass der Bedarf einer barriefreien Wohnung von heute auf morgen "passieren" kann..... dann muss man nicht selten sich ein neues barrierfreies Dahoam suchen! Achso gibt´s ja nicht! Womöglich bleibt es einem nur temporär über ins Pflegeheim zu gehen!
 Was sollen eigentlich die vielen jungen Menschen die nach dem Erlangen einer Behinderung in Pflegeheim landen dort? Haben sie nicht auch ein Menschengrundrecht auch altersgerecht und selbstimmt zu leben? Wenn also in dieser Richtung die Wohnungen automatisch ausgestattet sind, kann sich der STAAT wegen Kostenabgängen sich Milliarden an Pflegeheimzuschüssen sparen. Dies wird leider nur zu wenig berücksichtigt; geschweige die demographische Entwicklung dass immer mehr Menschen länger zu Hause leben wollen und werden!
ber nach dem sich zur Zeit die Menschen mit Behinderung ENDLICH gegen geplante Einsparungen in der Höhe von 25 Millionen in ihrem Bereich wehren, versucht die Politik im Vorwahlkampf-Geplänkel - um von ihre finanzielle Fehlplanung und Wirtschaftspolitik abzulenken - die Gruppe der Menschen mit Behinderung wieder als eine Gruppe der Übeltäter zu stigmatisieren! Bevor es den ALLEN Menschen in OÖ gut geht, brauchen wir eine neue Medizin-Uni, stopfen wir Unsummen die HYPO-ALPE-Adria-Bank!

Richard J. Schaefer Netzwerk Querschnitt

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